Kraeuter

Odermennig (Agrimonia eupatoria): Wirkung, Anwendung und Sicherheit

Die traditionellen Anwendungen von Odermennig (leichter Durchfall, Halsschmerzen, Wunden), was die praeklinische Forschung wirklich zeigt.

Registrierte Kräuterkundlerin (AHG)

Odermennig (Agrimonia eupatoria): Wirkung, Anwendung und Sicherheit
The Wellness Voyage

Odermennig (Agrimonia eupatoria) ist ein gelbbluehendes Kraut aus der Familie der Rosengewaechse mit einer langen Geschichte als Adstringens: ein Mittel, das Gewebe zusammenzieht, Sekrete bremst und Reizungen beruhigt. Was diese Pflanze von manch anderem ueberlieferten Heilkraut unterscheidet, ist keine einzelne Studie, sondern der Umstand, dass gleich drei unabhaengige europaeische Gremien fuer pflanzliche Arzneimittel zu praktisch demselben Urteil gekommen sind. Dieser Leitfaden beginnt deshalb dort, wo die Beweislage am staerksten ist, geht danach zur passenden Dosierung, zur Botanik und zur ergaenzenden Labor- und Tierforschung ueber und schliesst mit den Sicherheitshinweisen.

Drei Gremien, ein Urteil: die anerkannten traditionellen Anwendungen

Odermennig muss sich nicht auf einzelne Studien stuetzen, um seine traditionelle Verwendung zu begruenden: Der Ausschuss fuer pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europaeischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die deutsche Kommission E und die europaeische Fachgesellschaft ESCOP sind unabhaengig voneinander zu weitgehend demselben Ergebnis gelangt.

Der HMPC verabschiedete am 28. Januar 2015 eine EU-Kraeutermonographie zu Agrimonia eupatoria L., herba (EMA/HMPC/680597/2013). Sie stuft Odermennig als "traditionell angewendetes" pflanzliches Arzneimittel ein - eine Kategorie, die auf mindestens 30 Jahren dokumentierter Anwendung beruht, davon mindestens 15 Jahre innerhalb der EU, und nicht auf klinischen Studien (EMA, Agrimoniae herba; EMA/HMPC/680597/2013). Die deutsche Kommission E kam fuer die innerliche Anwendung bei leichtem, unspezifischem Durchfall sowie die aeusserliche Anwendung bei Entzuendungen im Mund- und Rachenraum zu einem aehnlichen Schluss (Altmeyers Encyclopedia, Agrimoniae herba). ESCOP fuehrt in ihrer eigenen Monographie dieselben drei Bereiche auf: leichter Durchfall, Gurgeln bei Mund- und Rachenentzuendung sowie Umschlaege oder Spuelungen zur Unterstuetzung der Wundheilung (ESCOP, Agrimoniae herba).

Konkret erkennt die EMA-Monographie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ueber 12 Jahren drei Anwendungen an:

  1. Innerlich zur Linderung von leichtem Durchfall.
  2. Als Gurgelloesung bei leichter Entzuendung im Mund- und Rachenraum.
  3. Aeusserlich auf der Haut bei leichten Hautentzuendungen und kleinen, oberflaechlichen Wunden.

Die Monographie stellt klar, dass diese Anerkennung "ausschliesslich auf langjaehriger Anwendung" beruht und keine Aussage aus klinischen Studien ist. Sie nennt auch konkrete Grenzen fuer die Selbstbehandlung: Eine aerztliche oder heilkundliche Fachkraft sollte aufgesucht werden, wenn Durchfall laenger als 3 Tage oder Beschwerden im Mund-, Rachen- oder Hautbereich laenger als eine Woche anhalten (EMA/HMPC/680597/2013). Fuer Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen, und die Monographie nennt als einzige formale Gegenanzeige eine Ueberempfindlichkeit gegenueber der Pflanze selbst.

In der Praxis sieht das so aus: Odermennig-Tee bei kurzzeitigem, leichtem Durchfall; abgekuehlter Tee als Gurgelloesung bei Halsschmerzen, Aphthen oder Zahnfleischentzuendung (eine der am besten belegten Anwendungen, sowohl nach EMA als auch nach Kommission E); und ein abgekuehlter Aufguss oder Absud als Umschlag oder Waschung bei leichten Hautentzuendungen und kleinen, oberflaechlichen Wunden. Fuer alles, was ueber leichte, kurzlebige Beschwerden hinausgeht - etwa tiefere, infizierte oder nicht heilende Wunden, oder Durchfall- und Rachenbeschwerden, die die genannten Fristen ueberschreiten - ist aerztlicher Rat noetig.

Wer weitere adstringierende oder verdauungsfoerdernde Kraeuter mit aehnlichem, aber eigenstaendigem Profil sucht, findet in unseren Leitfaeden zu Tormentill und Erdrauch weitere Beispiele.

Illustration von drei traditionellen Anwendungsformen von Odermennig - als Tee, als Gurgelloesung und als aeusserlicher Umschlag

Dosierung: die EU-Richtwerte im Detail

Weil die drei anerkannten Anwendungen so genau umrissen sind, hat die HMPC-Monographie auch fuer jede einzelne eigene Mengenangaben fuer Jugendliche, Erwachsene und aeltere Menschen hinterlegt (EMA/HMPC/680597/2013):

  • Bei leichtem Durchfall (innerlich): ein Aufguss aus 1,5 bis 4 g geschnittenem Kraut auf hoechstens 250 ml kochendes Wasser, 2 bis 3 mal taeglich; oder eine Tinktur (1:5, 45 % Ethanol), 1 bis 4 ml, 3 mal taeglich; oder ein Fluidextrakt (1:1, 25 % Ethanol), 1 bis 3 ml, 3 mal taeglich.
  • Als Gurgelloesung (Mund und Rachen): ein Aufguss aus 1,5 g geschnittenem Kraut auf 150 ml kochendes Wasser, 2 bis 4 mal taeglich; oder ein Absud aus 3 bis 4,5 g geschnittenem Kraut auf hoechstens 250 ml Wasser, 2 bis 3 mal taeglich; alternativ dieselben Tinktur- oder Fluidextrakt-Dosen wie oben, zum Gurgeln verwendet.
  • Aeusserlich auf der Haut: ein Absud aus 3 bis 10 g geschnittenem Kraut auf hoechstens 250 ml Wasser, als getraenkter Umschlag auf der betroffenen Stelle oder als Badezusatz fuer bis zu 30 Minuten, 2 mal taeglich.

Die deutsche Kommission E gibt fuer die innerliche Anwendung eine einfachere Faustregel an: etwa 3 bis 6 g getrocknetes Kraut pro Tag - die Zahl, auf die sich die meisten Fertigprodukte beziehen, statt auf die feiner gestaffelten EMA-Mengen oben (Altmeyers Encyclopedia, Agrimoniae herba). Da traditionell angewendete Produkte nicht wie zugelassene Arzneimittel standardisiert sind, gilt als praktische Regel: der Packungsbeilage des jeweiligen Produkts folgen und die oben genannten Fristen (3 Tage bei Durchfall, 1 Woche bei Rachen- oder Hautbeschwerden) ohne aerztlichen Rat nicht ueberschreiten. Fuer Kinder unter 12 Jahren empfiehlt die Monographie die Anwendung nicht.

Botanik und Wirkprofil: warum Gerbstoffe den Ton angeben

Odermennig ist eine mehrjaehrige Pflanze aus der Familie der Rosengewaechse (Rosaceae). Medizinisch verwendet werden die oberirdischen Teile - Blaetter, Stiele und Blueten -, die im Sommer geerntet werden. Nach der phytochemischen Einschaetzung der Kommission E enthaelt das Kraut etwa 4 bis 10 Prozent Gerbstoffe vom Catechin-Typ (mindestens 2 Prozent laut Europaeischem Arzneibuch), dazu Flavonoide wie Quercetin und Kaempferol sowie verschiedene Phenolsaeuren (Altmeyers Encyclopedia, Agrimoniae herba).

Diese Gerbstoffe sind der Schluessel zum Charakter der Pflanze: Sie binden Proteine, was Odermennig seine trocknende, zusammenziehende, adstringierende Wirkung verleiht. Dieselbe Bindungschemie erklaert auch zwei Sicherheitshinweise, die weiter unten ausfuehrlich behandelt werden: die Wirkung auf die Eisenaufnahme und die Neigung zu photoallergischen Hautreaktionen.

Was Labor- und Tierstudien zusaetzlich zeigen

Die oben beschriebene Anerkennung beruht auf langjaehriger Erfahrung, nicht auf modernen Studien am Menschen. Getrennt davon gibt es eine Reihe von Labor- und Tierstudien, die erklaeren, warum diese traditionellen Anwendungen biologisch plausibel sind. Keiner dieser Befunde beweist eine Wirkung beim Menschen - das gilt es bei jedem einzelnen im Kopf zu behalten.

Entzuendungshemmend und leberschuetzend (Tier- und Laborebene)

Eine Untersuchung von 2022 in Plants (Basel) pruefte einen Odermennig-Extrakt und beschrieb eine deutliche entzuendungshemmende Wirkung, die im Rattenmodell (Pfotenoedem) rund 5 Stunden nach einer Dosis von 10 mg/kg ihren Hoehepunkt erreichte, sowie leberschuetzende Effekte bei 25 mg/kg, erkennbar an niedrigeren ALT- und AST-Leberwerten und weniger Lipidperoxidation im Lebergewebe (Huzio et al., 2022). Das sind Daten aus dem Tiermodell, kein Beleg dafuer, dass Odermennig Lebererkrankungen beim Menschen behandelt.

Schmerzlindernd und entzuendungshemmend (Labor- und Tiermodell)

Eine Studie von 2017 in Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine testete einen Odermennig-Aufguss und eine daraus gewonnene polyphenolreiche Fraktion. Beide zeigten eine starke antioxidative Wirkung und verringerten Entzuendungen im Pfotenoedem-Modell an Maeusen. Bei der Schmerzwirkung ergab sich ein differenziertes Bild: Der Aufguss wirkte im Essigsaeure-Writhing-Test (einem Modell fuer Schmerz durch Gewebereizung), nicht aber im Hot-Plate-Test (einem Modell fuer zentral vermittelten Schmerz) - ein Hinweis darauf, dass eine moegliche schmerzlindernde Wirkung eher auf die entzuendungshemmende Wirkung vor Ort zurueckgeht als auf einen direkten Effekt auf das zentrale Nervensystem (Santos et al., 2017). Auch hier gilt: Daten aus dem Tiermodell, keine belegte Schmerzbehandlung beim Menschen.

Antioxidativ und antimikrobiell (in vitro)

Eine Studie von 2016 im Journal of Food and Drug Analysis untersuchte vier verschiedene Odermennig-Extrakte. Der Acetonextrakt zeigte die staerkste antioxidative Wirkung und hemmte im Labor das Wachstum mehrerer Bakterien und Pilze, einschliesslich einer Hemmung der Biofilmbildung von Proteus mirabilis und Pseudomonas aeruginosa (Muruzovic et al., 2016). Das erklaert, warum das Kraut traditionell als Wundwaschung und Gurgelmittel diente - Keime im Reagenzglas abzutoeten sagt aber nichts darueber aus, wie sich das Kraut bei einer echten Infektion verhaelt.

Wundheilung (in vitro und am Tier)

Eine Studie von 2022 in In Vivo berichtete, dass ein waessriger Odermennig-Extrakt die Hautwundheilung foerderte: Er steigerte in Kultur das Wachstum von Fibroblasten und Keratinozyten, und bei Ratten wurden Wunden dadurch belastbarer, schneller verschlossen und mit mehr kollagenbildender Matrix am Wundrand versehen (Vasilenko et al., 2022). Die Autoren fuehrten dies auf die Polyphenole der Pflanze zurueck und forderten selbst weitere Untersuchungen in Tiermodellen, die dem Menschen naeher stehen. Vielversprechend, aber weiterhin auf Tierebene.

Enzyme des Blutzuckerstoffwechsels (in vitro und am Tier)

Ein Artikel von 2016 in Molecules verglich Odermennig- und Artischockentee (Cynara cardunculus) an diabetischen Ratten. Odermennig hemmte ein Enzym (Alpha-Glucosidase), das Kohlenhydrate im Darm aufspaltet, und wirkte stark antioxidativ; die Autoren vermuteten ein Potenzial zur Vorbeugung diabetesbedingter Gefaesskomplikationen (Kuczmannova et al., 2016). Das ist eine fruehe Spur auf Rattenebene, kein Grund, Odermennig als Diabetesbehandlung einzusetzen - aber ein Grund fuer eine konkrete Vorsichtsmassnahme im naechsten Abschnitt.

Sicherheit, Wechselwirkungen und wer vorsichtig sein sollte

In traditionellen Dosen gilt Odermennig als gut vertraeglich: Die EMA-Monographie nennt keine bekannten Nebenwirkungen und keine gemeldeten Faelle von Ueberdosierung und haelt fest, dass keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln formal berichtet wurden (EMA/HMPC/680597/2013). Das ist eine beruhigende Ausgangslage, sie beruht aber auf einer traditionellen Sicherheitsakte und nicht auf einer eigens durchgefuehrten Interaktionsstudie - einige konkrete Vorsichtsmassnahmen bleiben deshalb sinnvoll.

  • Hautreaktionen im Sonnenlicht. Die Kommission E weist eigens darauf hin, dass die aeusserliche Anwendung von Odermennig gelegentlich eine photoallergische Reaktion ausloesen kann, wenn die behandelte Haut anschliessend UV-Licht ausgesetzt wird (Altmeyers Encyclopedia, Agrimoniae herba). Wer einen Odermennig-Umschlag oder eine Waschung auf Haut anwendet, die danach der Sonne ausgesetzt ist, sollte das im Blick behalten - ein konkreter, pflanzenspezifischer Hinweis und keine allgemeine Floskel.
  • Eisen und gerbstoffbindende Arzneimittel. Die Gerbstoffe von Odermennig binden Proteine und Mineralstoffe, darunter Eisen. Dieser Mechanismus ist nicht auf Odermennig beschraenkt: Dieselbe Gerbstoff-Eisen-Bindung wurde in einer vielzitierten Studie von 1975 im Fachjournal Gut fuer Tee nachgewiesen, die zeigte, dass gerbstoffhaltige Getraenke die Aufnahme von nicht-haembasiertem Eisen aus Nahrung und Praeparaten deutlich verringern koennen (Disler et al., 1975). Als praktische Vorsichtsmassnahme: Odermennig zeitlich mindestens 2 Stunden von Eisenpraeparaten oder alkaloidbasierten Medikamenten trennen.
  • Eine theoretische Wechselwirkung mit Diabetesmedikamenten. Die weiter oben beschriebene praeklinische Enzymforschung zeigte, dass Odermennig ein an der Kohlenhydratverdauung beteiligtes Enzym hemmen und den Blutzucker bei diabetischen Ratten senken kann (Kuczmannova et al., 2016). Passend zu diesem Wirkmechanismus weist die Verbraucher-Referenz WebMD auf eine moegliche Wechselwirkung zwischen Odermennig und blutzuckersenkenden Medikamenten hin, mit der Ueberlegung, dass die Kombination das Risiko einer zu starken Blutzuckersenkung erhoehen koennte (WebMD, Agrimony). Beim Menschen ist das nicht formal untersucht, und die EMA-Monographie fuehrt es in ihrem Interaktionsteil nicht auf - wer aber Medikamente gegen Diabetes einnimmt, hat damit einen begruendeten Anlass, den Blutzucker im Auge zu behalten und vor regelmaessiger Anwendung Ruecksprache mit der behandelnden Fachperson zu halten.
  • Eine hohe Gerbstoffzufuhr allgemein kann bei manchen Menschen Magenbeschwerden, Uebelkeit oder Verstopfung verursachen. Wer zu Verstopfung neigt, sollte Odermennig sparsam verwenden.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Die EMA-Monographie haelt fest, dass die Sicherheit nicht belegt ist, und raet mangels ausreichender Daten von der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit ab.
  • Kinder unter 12 Jahren: Die traditionelle Anerkennung der Monographie gilt fuer diese Altersgruppe mangels ausreichender Daten nicht.
  • Die einzige formale Gegenanzeige in der Monographie ist eine Ueberempfindlichkeit gegenueber der Pflanze selbst.

Sprechen Sie vor der Anwendung mit einer aerztlichen Fachkraft, wenn Sie eine chronische Erkrankung behandeln oder verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. Fuer allgemeine Hinweise zur sicheren Auswahl und Anwendung pflanzlicher Produkte ist das NCCIH ein verlaesslicher Ausgangspunkt (odermennigspezifische Merkblaetter fuehrt die Seite aktuell nicht, die allgemeinen Sicherheitshinweise gelten aber dennoch).

Haeufige Fragen

Ist die Wirkung von Odermennig wissenschaftlich bewiesen? Seine traditionellen Anwendungen werden von drei unabhaengigen europaeischen Gremien anerkannt - EMA/HMPC, deutsche Kommission E und ESCOP -, gestuetzt auf langjaehrige dokumentierte Verwendung, und Labor- sowie Tierstudien untermauern, warum das plausibel ist. Grosse klinische Studien am Menschen fehlen jedoch, daher waere das Wort "bewiesen" zu stark.

Kann ich Odermennig taeglich anwenden? Kurze Kuren in Standarddosen entsprechen den Empfehlungen von EMA und Kommission E. Die EMA-Monographie raet dazu, bei Durchfall nach 3 Tagen und bei Rachen- oder Hautbeschwerden nach einer Woche aerztlichen Rat einzuholen; eine laengerfristige, taegliche Anwendung sollte fachlich begleitet werden.

Ist Odermennig dasselbe wie Wasserdost? Nein. Wasserdost (Eupatorium cannabinum) ist eine andere Pflanze mit einem anderen Sicherheitsprofil. Dieser Artikel behandelt ausschliesslich Agrimonia eupatoria.

Kann ich Odermennig vor dem Sonnenbaden auf die Haut auftragen? Hier ist Vorsicht angebracht. Die Kommission E weist darauf hin, dass die aeusserliche Anwendung von Odermennig gelegentlich eine photoallergische Hautreaktion nach UV-Exposition ausloesen kann. Starke Sonneneinstrahlung auf behandelter Haut sollte deshalb vermieden und die Haut auf Reizungen beobachtet werden.

Wechselwirkt Odermennig mit Medikamenten? Die EMA-Monographie dokumentiert keine formalen Wechselwirkungen, doch die Gerbstoffe koennen die Aufnahme von Eisen und einigen Medikamenten verringern (mindestens 2 Stunden Abstand halten), und die praeklinisch belegte blutzuckersenkende Wirkung ist ein vernuenftiger Grund zur Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Diabetesmedikamenten.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor Sie Aenderungen an Ihrer Gesundheitsroutine vornehmen.

Quellen

  1. Europaeische Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC). Agrimoniae herba (Agrimonia eupatoria L., herba) - Uebersicht zum pflanzlichen Arzneimittel. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/agrimoniae-herba
  2. Ausschuss fuer pflanzliche Arzneimittel (HMPC). European Union herbal monograph on Agrimonia eupatoria L., herba. EMA/HMPC/680597/2013, 28. Januar 2015. https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-monograph/final-european-union-herbal-monograph-agrimonia-eupatoria-l-herba-first-version_en.pdf
  3. ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy). Agrimoniae herba (Agrimony) Monographie. https://www.escop.com/downloads/agrimoniae-herba-agrimony/
  4. Altmeyers Encyclopedia (Fachbereich Phytotherapie). Agrimoniae herba - Zusammenfassung der Kommission-E-Bewertung, Phytochemie und Sicherheitshinweise. https://www.altmeyers.org/en/naturopathy/agrimoniae-herba-143794
  5. Huzio N, et al. Phytochemical and Pharmacological Research in Agrimonia eupatoria L. Herb Extract with Anti-Inflammatory and Hepatoprotective Properties. Plants (Basel), 2022 - PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36145771/
  6. Santos TN, et al. Antioxidant, Anti-Inflammatory, and Analgesic Activities of Agrimonia eupatoria L. Infusion. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2017 - PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28491113/
  7. Muruzovic MZ, et al. Extracts of Agrimonia eupatoria L. as sources of biologically active compounds and evaluation of their antioxidant, antimicrobial, and antibiofilm activities. Journal of Food and Drug Analysis, 2016 - PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28911559/
  8. Vasilenko T, et al. Agrimonia eupatoria L. Aqueous Extract Improves Skin Wound Healing: An In Vitro Study in Fibroblasts and Keratinocytes and In Vivo Study in Rats. In Vivo, 2022 - PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35478102/
  9. Kuczmannova A, et al. Agrimonia eupatoria L. and Cynara cardunculus L. Water Infusions: Comparison of Anti-Diabetic Activities. Molecules, 2016 - PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27136516/
  10. Disler PB, et al. The effect of tea on iron absorption. Gut, 1975 - PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1168162/
  11. WebMD. Agrimony: Overview, Uses, Side Effects, Precautions, Interactions, Dosing. https://www.webmd.com/vitamins/ai/ingredientmono-604/agrimony
  12. National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH). Herbs at a Glance. https://www.nccih.nih.gov/health/herbsataglance

Alle Quellen abgerufen am 10. Juli 2026.

Emily Johnson

Emily Johnson, MSc, RH (AHG)

Registrierte Kräuterkundlerin (AHG)

Registrierte Kräuterkundlerin (AHG), spezialisiert auf natürliche Heilmittel und Heilpflanzen – mit Blick auf traditionelle wie evidenzbasierte Anwendungen.